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Friedensglocke Frankfurt Oder
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Die Friedensglocke in Frankfurt (Oder) ist ein Baudenkmal für die Oder-Neiße-Grenze, die damals als Oder-Neiße-Friedensgrenze bezeichnet wurde. Die DDR hatte die Oder-Neiße-Grenze mit dem Görlitzer Abkommen bereits 1949 akzeptiert. Frankfurt (Oder) wurde so zur Grenzstadt und die östlichen Stadtteile als Słubice polnisch. Traditionell wird die Glocke am 1. September zum Weltfriedenstag geläutet.
Die Glocke selbst ist eine vier Tonnen schwere Eisenhartgussglocke, die in Morgenröthe im Vogtland gegossen wurde. Sie trägt die Inschrift Friede und Freundschaft allen Völkern. Die Glocke wurde von der CDU der DDR zum VI. Parteitag am 27. Januar 1953 gestiftet. Die Glocke hing bis 2011 in einem von Johannes Müller entworfenen Glockenhaus am Holzmarkt.
Im Jahre 2002 wurde unser Büro eingeladen an dem Gutachten für den Neubau des Glockenturmes für die Friedensglocke teilzunehmen. Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs sah einen Umzug der Glocke und die Errichtung eines neuen Glockenturms am südlichen Ende des Holzmarkts, direkt auf der Uferpromenade, vor.
Unser Entwurf interpretiert den Glockenturm als einen Rahmen für die historische Glocke. Die Friedensglocke befindet sich im Mittelpunkt des dadurch entstehendes Bildes, vor dem Hintergrund des Nachbarstaates Polen. Die Läute-Richtung der Glocke symbolisiert den eingeläuteten Frieden als verbindendes Element zwischen beiden Staaten.
Der Glockenturm ist nun in die neue Treppenanlage der Uferpromenade eingebunden und wird integraler Bestandteil der Stadt Frankfurt (Oder). Durch die damit geschaffene Präsenz am Ufer, wird sich die Friedensglocke als wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte ganz selbstverständlich in das Bewusstsein der Frankfurter und der Besucher einprägen.

1. Preis im Gutachterverfahren 2002