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01 02
Drei schmale und parallel zueinander ausgerichtete Baukörper, verbunden durch Rampen, verzahnen sich mit der Topografie und bilden die Grundschule, die sich an den Hang des ehemaligen Schrebergartens schmiegt. Die Landschaft fließt zwischen ihnen hindurch. Dieses Bild wird durch die Innenhöfe der eigeschossigen Gebäude, die steil auf- und abfallenden Dächer und den erhaltenen Obstbaumbestand unterstrichen.
Während die Durchwegung des Grundstücks im Norden durch einen Fußgänger- und Radweg erfolgt erhält die Schule durch die Erschließung des Grundstückes im Süden und den neuen Busbahnhof eine eindeutige Adresse. Hier befinden sich folgerichtig der Haupteingang und das Zentrum der Schule.
Das Foyer ist eine großzügige Fläche, in der sich alle Räume mit Öffentlichkeitscharakter wiederfinden: Bibliothek, Musik- und Multifunktionsraum, Speisesaal, Ganztagsschule und Flächen für Aktivitäten und Veranstaltungen. Auch die Verwaltungsräume sind hier angeordnet und empfangen die Besucher, während die Arbeitsräume der Lehrer dezentral in den Teamstationen der einzelnen Jahrgangscluster zugeordnet sind.
Jeder Jahrgang ist in einem offenen Cluster organisiert: Drei Klassenräume bilden mit den Gruppenräumen, den dezentralen Teamstationen, einem eigenen Sanitär- und Garderobenbereich eine eigene Einheit, die sich unterschiedlich zusammenschalten lässt. Je nach Lernszenario bieten die offenen Gruppenräume unterschiedliche Raumsituationen an. So können Schüler in Groß- und Kleinstgruppen lernen. Ebenso können sie als Projektraum des jeweiligen Jahrgangs genutzt werden und in den Pausenzeiten als Aufenthaltsräume für die Schüler dienen. Die Teamstationen dienen als Arbeitsräume der Lehrer des jeweiligen Jahrgangs. Zusätzlich zu dieser Funktion sind hier die Lehrmittel und das Archiv des Jahrgangs untergebracht.
Die Organisation in einzelne Häuser, sowie die Lage der Cluster an deren jeweiligen Enden, bietet die Möglichkeit des Rückzugs und einer gewissen Privatheit gegenüber dem öffentlichen Teil der Schule. Gleichzeitig gibt die weiträumige Struktur der Schule vielfältige Möglichkeiten für formelles und informelles Lernen vor allem in den großen Flurbereichen, die als Bewegungs-, Spiel- und Lernflächen und weniger als Verkehrsflächen zu verstehen sind.
Jeder Klassen-, Gruppen- und Verwaltungsraum hat einen Ausgang zu den Freiflächen. Die Höfe dienen als Verweilzonen, oder Unterrichtsflächen für Freiklassen. Der befestigte Pausenhof ist nach Süden ausgerichtet. In den Freiflächen außerhalb der Gebäudekubaturen dienen die ruhigen Obst- und Gemüsegärten im Westen ebenfalls als Unterrichtsflächen für Freiklassen während die Spiel- und Sportflächen im Osten des Grundstücks liegen und sich zur Sportanlage hin orientieren.

Die Erweiterungsflächen der Cluster befinden sich zwischen den drei Baukörpern und liegen an deren Verbindungsgängen. Die Ganztagsschule kann bei Bedarf nach Süden erweitert werden.