Siemensallee, München
Landeshauptstadt München
Gruber + Popp Architekt:innen BDA
Doris Gruber, Elise Moreau, Chen Qiu, Daniel Heuermann, Ronja Engelhardt
seit 2022
Der Hermann-von-Siemens-Sportpark wurde 1961 als Betriebssportanlage für die Mitarbeiter:innen der Siemens AG eröffnet. 2011 wurde der Standort aufgegeben und die Sportanlage stillgelegt. Nun soll sie wiederbelebt werden:
Wir planen den Neubau einer Dreifachsporthalle mit Schulschwimmbad und Freisportanlagen. Das denkmalgeschützte Eingangsgebäudewird saniert und umgebaut.
Der eingeschossige Flachdachbau teilt sich in eine offene Halle im Osten und einen Wohnteil im Westen. Eine großzügig verglaste Pförtnerloge verbindet beide Bereiche. Zur Straße gibt sich der Bau zurückhaltend und geschlossen, zum Park hin öffnet er sich: Mauerzüge begleiten die Seitenwände und umfassen einen Hofraum sowie einen Garten. Gruber + Popp Architekt:innen planen eine behutsame, denkmalgerechte Sanierung. Die ehemalige Pförtnerloge wird zum Kiosk, im früheren Wohnteil entstehen eine öffentliche WC-Anlage und ein Lager. Grundriss und Fassade folgen konsequent dem Bestand: Die historischen Raumstrukturen und Öffnungen bleiben weitgehend erhalten.
Arbeitsmodell Städtebau-Varianten: Hier haben wir verschiedene Anordnungen der Sporthalle und der Freianlagen untersucht. Entschieden wurde sich für eine Variante, bei der die Sporthalle parallel zur Straße steht und so gleichzeitig einen Lärmschutz zur Nachbarbebauung bildet.
Ziel der Umgestaltung ist es, den Charakter des Landschaftsschutzgebietes »Siemens-Sportpark« mit seinem wertvollen Baumbestand und den grünen Freiräumen zu bewahren: Das neue Sportgebäude soll sich daher selbstverständlich in den Sportpark einfügen. Der Baukörper gliedert sich in zwei gestaltprägende Elemente: die Schwimmhalle und die Sporthalle, verbunden durch einen mittleren Funktionsbereich mit Sportdach. Zur Straße hin öffnet sich das Gebäude durch eine vollständig verglaste Erdgeschossfassade; eine breite Freitreppe vermittelt zwischen Straße und Eingang. Zur Parkseite im Süden lösen großzügige Glasfassaden und Laubengänge die Grenze zwischen Innen und Außen auf. Auf dem Dach des Mittelbereichs liegt ein Allwetterplatz, der direkt mit den Tribünen und dem Foyer der Sporthalle verbunden ist. Alle drei Gebäudeteile – Sportbetriebsgebäude, Schwimmhalle und Sporthalle – sind eigenständig nutzbar. Die Anforderungen des Schallschutzkonzepts fließen dabei in die gesamte Gebäudekonzeption ein.