Verkehr

Einsatzleitung Busbetriebshof Müllerstraße, Berlin

© Gruber + Popp
Foto: Antje Gießmann

Müllerstraße 79, Berlin

Berliner Verkehrsbetriebe BVG

Gruber + Popp Architekt:innen BDA (LPH 1–4), Möhring Architekten (LPH 6–8)

Tragwerksplanung: GTB-Berlin

Ronja Engelhardt (LPH 1–4)

Zoe Popp

2025

Der Omnibusbetriebshof an der Müllerstraße in Berlin-Wedding ist ein bedeutendes denkmalgeschütztes Ensemble, errichtet 1927 als Straßenbahnbetriebshof im expressionistischen Stil. Seit 1960 wird er für den Busbetrieb genutzt. Die Anlage besteht aus zwei markanten Türmen am Eingang und einer großen Halle, die von den Berliner Verkehrsbetrieben genutzt werden. Die umliegenden Wohnhäuser umschließen den Hof von drei Seiten.

In enger Abstimmungen mit dem Denkmalschutz wurde an der Zufahrt zum Gelände ein Neubau für die Einsatzleitung geplant. Hier werden Dienst- und Fahrzeugzuteilungen koordiniert und der tägliche Busverkehr überwacht; angesichts der herausfordernden Arbeitsbedingungen wurde ein Ort gestaltet, der Nähe schafft und eine freundliche Atmosphäre bietet. Der freistehende Baukörper mit quadratischem Grundriss fügt sich harmonisch in den historischen Kontext ein, bleibt jedoch als zeitgemäßes und identitätsstiftendes Element ablesbar.

Die Tragkonstruktion erfolgt – mit Ausnahme der Bodenplatte aus Beton – vollständig in Holzbauweise. Ein orthogonaler Holzträgerrost bildet die Dachdecke und dient als Gestaltungselement: im Inneren bleibt die Struktur unverkleidet und ist dank der Oberlichter der Innenwände überall sichtbar.

Die Außenwände entstehen in vorgefertigter Holzrahmenbauweise. Für die Fassade ist ein eloxiertes Aluminiumblech vorgesehen. Als Farbton ist ein dunkles Rot geplant, das sich an der Farbgebung der bestehenden Gebäude orientiert und so einen gestalterischen Bezug zum Bestand herstellt.

© Gruber + Popp
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Farbaufnahme Bestand
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