Unser Beitrag zum Klimaschutz: Entwicklung von Infraleichtbeton

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PROJEKT: JUGENDFREIZEITZENTRUM BETONOASE IN BERLIN LICHTENBERG
Infraleichtbeton besteht hauptsächlich aus Tonkügelchen, wie man sie aus dem Hydrokulturblumentopf kennt, einem kleinen Anteil an Leichtsanden und Zement.
Aufgrund der guten Dämmeigenschaften wird bei ca. 50 cm Wandstärke der Passivhausstandard erreicht. Die Qualität der Oberfläche gewährleistet den Witterungsschutz und bietet die nötige Robustheit für die täglichen Anforderungen aus der vorgegebenen Nutzung. Der Infraleichtbeton 700 (ILC 700) hat eine Rohdichte von 700kg/m3. Als mineralischer Baustoff kann er zurückgebaut und vollständig wiederverwendet werden. Durch das homogene Volumen entsteht zusätzliche Speichermasse, die einer Überhitzung im Sommer und einer Nachtauskühlung im Winter auf einfache Art entgegenwirkt

Infraleichtbeton ist ein innovativer Baustoff, der bei den Außenwänden eine einschalige Betonkonstruktion ohne weitere Wärmedämmung erlaubt.
Leichtbetone mit Trockenrohdichten von ≤800 kg/m3 sind für tragende Bauteile nicht durch Norm abgedeckt. Des Weiteren besteht keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für einen Leichtbeton mit den erforderlichen mechanischen und bauphysikalischen Eigenschaften.
Aus diesen Gründen wurde im Genehmigungsverfahren ein Verwendbarkeitsnachweis über eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) durch die Oberste Bauaufsicht erforderlich und bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt beantragt. Der positive Bescheid erging am 06.03.2017.
Die entsprechenden Versuche wurden an der TU-Berlin, am Lehrstuhl von Mike Schlaich durchgeführt. Die Leitung hatte Dr. Hückler.

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