Haltestelle Hauptbahnhof

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ULRICH FINSTERWALDER INGENIEURBAUPREISES – BEGRÜNDUNGEN DER JURY
Aus der Aufgabenstellung heraus, ein gestalterisches Konzept für die Haltestelle einer neuen Straßenbahnlinie am Hauptbahnhof in Berlin zu entwickeln, entstand ein moderner Haltepunkt dessen Überdachung zwei symmetrisch geschwungene Betonschalen mit einer Länge von jeweils 58 m und einer Breite von 6 m bilden. Die doppelt gekrümmte Form ermöglicht ein Schalentragverhalten, bei dem Biegemomente minimiert werden. In den äußeren Bereichen ist nahezu keine Krümmung vorhanden, das Dach ist hier eine punktgestützte Platte. Die weit auskragenden Dächer werden am straßenseitigen Rand von Stahlstützen unterstützt.
Der durch das Ingenieurbüro schlaich, bergermann und partner realisierte Entwurf besticht sowohl in gestalterischer Hinsicht als auch ingenieurtechnisch durch sein elegantes Dachtragwerk, bei welchem durch den innovativen Einsatz eines hochfesten Leichtbetons in Kombination mit nichtrostender Bewehrung eine sehr dünne Schalendicke von nur 7 cm in den Randbereichen realisiert werden konnte.
Das weitgespannte Tragwerk erfüllt die Anforderungen des Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreises an Konstruktion, Innovation, Interdisziplinarität, Ästhetik und Nachhaltigkeit nach Meinung der Jury in hervorragender Weise und erhält hierfür eine Auszeichnung.

ARCHITEKTEN: GRUBER + POPP ARCHITEKTEN BDA
Doris Gruber, Bernhard Popp mit Alberto Jimenez und Michael Kandel
INGENIEURE: schlaich bergermann partner
Mike Schlaich mit Christoph Paech und Uwe Burkhardt, Frauke Flur, Sandra Hagenmayer,
Milton Mendez, Thomas Schoknecht, Klaus Straub
BAUHERR: BVG Berliner Verkehrsbetriebe
Projektleitung Steffen Fiedler und Reinhard Samisch
AUSFÜHRUNG: ARGE Neubau Haltestelle Hauptbahnhof, Berlin