Kultur

Friedensglocke

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Der Wettbewerb zum Neubau eines Turms für die historische Friedensglocke in Frankfurt/Oder sah einen neuen Standort vor: direkt an der neuen Uferpromenade vor dem Museum Viadrina. Der Entwurf interpretiert den Glockenturm als schlichten Rahmen, die historische Friedensglocke bleibt dabei im Mittelpunkt des Blickes über die Oder nach Polen. Die Läute-Richtung von West nach Ost und zurück symbolisiert den eingeläuteten Frieden als verbindendes Element zwischen beiden Staaten. Der Turm besteht aus einem mit Edelstahlblechen bekleideten Stahltragwerk. Die Oberflächen der Bleche sind hochglanzpoliert, die Rahmeninnenseiten spiegelglanzpoliert, Stöße und Schweißnähte glatt: Der Glockenturm wirkt wie aus einem Stück gegossen. Himmel und Wasser spiegeln sich im Material, ebenso die Betrachter: Mit jeder Veränderung des Standpunkts verändert sich das eigene Spiegelbild. Der oberirdische Teil zeigt nur einen Teil des Bauwerkes. Die Stahlkonstruktion fundiert auf einer 4 mal 4 Meter großen „Tischplatte“ mit einer Plattenstärke von 1 Meter und 4 „Tischbeinen“ (Bohrpfählen) von circa 20 Meter Länge. Der Glockenturm ist in die neue Treppenanlage eingebunden, die historischen Gedenktafeln wurden ebenfalls integriert.
PUBLIKATIONEN UND PREISE
2001 – konkurrierendes Gutachten, Wettbewerb 1. Preis
2012 – Auszeichnung „Guter Bauten Architekturpreis“ BDA Brandenburg – Engere Wahl

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Holzmarkt 3, 15230 Frankfurt/Oder

Stadt Frankfurt/Oder, Zentrales Immobilienmanagement,
Frau Fenger

GRUBER + POPP ARCHITEKTEN BDA

Timo Mecking

Hanns Joosten

Wettbewerb 2001, Weihe der Glocke 1. September 2011

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Friedensglocke
Neubau Glockenturm,
Wettbewerb 1. Preis
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